"Ick mott noch äben nao Marcella"

Bakum vor 25 Jahren März 1993 Quelle OV

 

Krone Markt in Bakum feiert 25jähriges Bestehen

"Marcellas Tante-Emma-Laden hat fast alles im Angebot", so schrieb Walter Zurborg in der Überschrift seines OV-Berichtes im März 1993 anlässlich des 25jährigen Betehens des Krone-Marktes. Weiter schreibt Walter Zurborg.  Es ist sicherlich alles andere als alltäglich in Bakum, daß man zum Einkauf seiner Lebensmittel den "Krone-Markt" aufsucht. Das eigentliche Markenzeichen dieses in Bakums Ortsmitte gelegenen Geschäftshauses ist in Wirklichkeit "Marcella", die Chefin. Wer würde im Orte schon sagen: "Ich gehe zum Krone-Markt"? Wohl kaum jemand, aber wenn es heißt: "Ick mott noch äben nao Mrcella", dann weiß jeder, wohin der Weg führt.

Nicht wegzudenken aus Bakums Ortsmitte ist der Krone-Markt. Wer hier einkaufen geht, geht "zu Marcella". Seit 25 Jahren steht sie hinter dem Ladentisch und ist vom frühen Morgen bis in den Abend hinein für ihre Kundschaft da.


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Neupriester Alfons Hölscher feierte am Sonntag seine Primiz

Bakum vor 60 Jahren 16. Febr. 1958, Quelle OV

 

Bekenntnis der Verbundenheit zwischen Priester und Volk

Eine feierliche Primiz wurde in Bakum in der St.-Johannes-Pfarrkirche am letzten Sonntag gefeiert.

Beim feierlichen Primizamt, das durch den Kirchenchor verschönert wurde, assistierte der Onkel des Primizianten Pfarrer Johannes Hölscher aus Rechterfeld. Zum Zeichen der Verbundenheit mit diesem Hochfest ihres Heimatortes waren auch Domkapitular Plump aus Dinklage und Dechant Langeland aus Lastrup nach Bakum gekommen. Die Festpredigt hatte Pfarrer Bohmann übernommen, der im Namen der Gemeinde dem Primzianten und seinern Eltern herzliche Glückwünsche ausprach. Der Primiziant Alfons Hölscher selbst ist ein Kind einer kinderreichen Familie von zehn Geschwistern. Pfarrer Bohmann würdigte den Priester als den "Diener Gottes und Ausspender der Geheimnisse Gottes" und seinen Dienst am Wort und Saktrament. Zur Zeit seien in Bakum leider weniger Prieserberufe als früher. Diese Primizfeier sei Anlaß zur Bitte an die Gemeinde, um Priesterberufe zu beten.

Die Gemeinde nahm mit großer Freude Anteil an dem Ehrentag des Neupriesters Alfons Hölscher. Sowohl bei der Hinführung zum Gotteshaus, als auch hinterher, als der Primiziant in der vierspännigen Ehrenkutsche mit einem großen Wagengefolge nach Elmelage zum Elternhaus fuhr, bildeten die Gläubigen an den Straßen dichtes Spalier als Ausdruck des Zeichens der engen Verbundenheit zwischen Priester und Volk und der Freude, daß ein Sohn der Gemeinde zu solcher Würde berufen wurde.

(Alle Bilder aus dem Bestand Zurborg- Heimatbund)

 

Liebevoll war der lange Weg zwischen Elternhaus in Elmelage und der Kirche geschmückt worden. Pfarrer Josef Bohmann (li) Pfarrer Johannes Hölscher  (re) auf dem Weg mit dem Neupriester Alfons Hölscher zum festlichen Primizamt in der Pfarrkirche St. Johannes zu Bakum.

Der Weg zum Elternhaus wurde für den Neupriester eine Triumphfahrt im Zeichen der Ehrung des Priestertums. Die von Josef Brinkhus und Clemens Baumann gefahrene vierspännige Ehrenkutsche mit dem Primizianten wurde von Reitern des Reitervereins Bakum und geschmückten Radfahrern nach Elmelage zum Elternhaus geleitet, wo Nachbarn und Bauerschaft dem Primizianten einen herzlichen Empfang bereiteten.


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Würdige Gestaltung der Familienfeste und sonstiger Veranstaltungen

Dokumente aus dem Archiv des Heimatvereins Bakum

 

Gültige Verhaltensregeln 1952 im Auftrag aller Pfarrgeistlichen des  Bischöflichen Offizialates Vechta

 Im Frühjahr 1952 beteiligten sich die Pfarrgeistlichen im Auftrag des Bischöflichen Offizials und riefen alle Pfarrangehörigen dazu auf, sich an diese nachfolgenden Vereinbarungen zu halten. Dann werden diese Verhaltensregeln der Gläubigen zum Segen für die ganze Pfarrgemeinde dienen. Im einzelnen:

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"Für die Jugend keine Arbeit zuviel"

Bakum vor 60 Jahren 6. Febr. 1958, Quelle OV

 

Tanzveranstaltungen nach einem Theaterabend sind verboten

 

"Für die Jugend soll uns keine Arbeit zuviel sein". Dieses Leitwort stellte Gemeindedirektor Kreutzmann der Eröffnung der Jugendausschuß-Sitzung voran. Die Verhandlung zeigte, daß es nicht bei Worten bleiben sollte.

Bürgermeister Tabeling warf das Wort von dem neuen Jugendschutzgesetz in die Debatte. Man habe den Eindruck, daß Jugendliche und auch Eltern nicht immer danach handeln, z. T. wegen mangelnder Kenntnis. In allen Kirchdörfern sollen daher Elternversammlungen abgehalten werden, um die Eltern aufzuklären. Zugleich soll an diesem Abend das Problem Film und Fernsehen angesprochen werden. Sicherlich werden sich Geistlichkeit und Lehrerschaft ebenfalls gerne daran beteiligen, zumal ja ein großer Teil der Jugendpflege in ihren Händen liegt.

In Anwesenheit von Bürgermeister Georg Tabeling (li) und Gemeindedirektor Clemens Kreutzmann stellte man fest, daß Anregungen und Beschlüsse aus der Vergangenheit bereits in die Tat umgesetz waren. Die Sportplätze in Bakum und Lüsche sind vorbildlich ausgebaut, für Carum ist ein Zuschuß zur Einrichtung eines Pfarrjugendheimes gegeben. Die Anlegung einer Laufbahn neben dem Bakumer Sportplatz steht bevor. Die im vorigen Jahr angeregte Filmschulung läuft in Vestrup und Bakum an.


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Erste Niederlage Essens durch Lüsche

Bakum vor 60 Jahren 3. Febr. 1958, Quelle OV

 

BV Essen - Blauweiß Lüsche 1:3

 

In der Bezirksklasse Süd war gestern die Sensation fällig, denn der bisher in 17 Spielen ungeschlagene Tabellenfüher BV Essen mußte vor eigenem Anhang durch Blauweiß Lüsche mit 1:3 die erste Niederlage enstecken. Trotzdem bleibt der BV nach wie vor ungefährdet an der Spitze.

In Essen gab es gestern die erste und damit sensationelle Niederlage des Spitzenreiters, der den Gästen durch Walther (15 Min.) und Welscher (25 Min.) bereits eine 0:2 Pausenführung überlassen mußte.

Sehr selten wurden Bilder von Fußballspielen in der OV veröffentlicht. Dieses Zurborg-Foto zeigt eine Spielszene aus der Begegnung zwischen BW Lüsche gegen TV Dinklage im Jahre 1956. Auffallend sind die zahlreichen Zuschauer am Spielfeldrand.


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Seit 36 Jahren in Brasilien

Bakum vor 50 Jahren 26.01.1968, Quelle OV

 

Sr. M. Atalie geb. Kreutzmann erstmals wieder in der Heimat Westerbakum

 

Nach 36jährigem Aufenthalt in Brasilien traf Schwester M. Atalie geb. Maria Kreutzmann aus Westerbakum in diesen Tagen zu einem Heimaturlaub in Bakum ein.

Schwester Atalie trat 1925 in den Orden ULF ein und verließ Deutschland im Jahre 1932, um in Brasilien in der Krankenpflege zu arbeiten. Seit 6 Jahren ist sie Oberin einer Schwesternstation, die das Krankenhaus "Caridade" im Orte Nomitoki (in der Nähe von Porto Alegre) betreut. Dort herrschte eine sommerliche Temperatur von 34°, als Schwester Atalie von Rio de Janeiro aus ihren Flug über den Atlantischen Ozean begann.

 

 

Schwester M. Atalie U.L.F

geb. Maria Kreutzmann

geb. 6. Juli 1902 in Westerbakum

gest. am 17. Januar 1976 im Krankenhaus zu Tapejara/Brasilien


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Auch bei winterlichen Verhältnissen keine Spielabsagen

Bakum vor 50 Jahren 22.01.1968, Quelle OV

 

Bakum setzte Siegesserie fort

 

In der Bezirksklasse Süd brachte der erste Spieltag der Rückrunde keine besonderen Überraschungen. Allerdings überzeugend war der hohe 8:1 des Tabellenzweiten SW Bakum  über Kroge. Nach Minuspunkten liegen Lastrup und Bakum gleichauf.

 

SW Bakum – SV Kroge-Ehrendorf 8:1

 

Bis zur Halbzeit waren die Kroger in Bakum ein durchaus gleichwertiger Partner. Schon in der 3. Minute hatten die großartig aufgelegten Platzherren durch Linksaußen Renze den Anfang gemacht und 2 Minuten vor der Pause erzielte Pille das 2:0. Nach dem Seitenwechsel machten sich aber bei den Krogern, die 7 Wochen pausierten, auf Grund eines mangelhaften Trainings erhebliche Konditionsschwächen bemerkbar. Nach dem 3:0 wieder durch Renze konnte dann Dullweber eine Minute später den Kroger Ehrentreffer anbringen. Busche erhöhte auf 5:1. Pille vergrößerte auf 6:1 und die restlichen Tore schossen Schildmeyer und Renze.

 

Josef Renze war viele Jahre erfolgreich als Fußballer beim SC S'W Bakum aktiv. So erzielte er auch 3 Tore bei eisigen Temperaturen Mitte Januar 1968 im Spiel gegen SV Kroge-Ehrendorf.


"Wir haben jetzt kein Geld für ein neues Rathaus"

Bakum vor 50 Jahren 16.01.1968, Quelle OV

Ausführlich stellt Gemeindedirektor Leonard Kordes in einem OV-Gespräch die aktuelle wirtschaftliche Situation der Gemeinde Bakum vor. Bakum hat sich mit 1,9 Millionen DM verschuldet, und wenn die Gemeinde Bakum die Aufgaben der Zukunft meistern will, dann wird der Schuldenberg auch in den nächsten Jahren noch kräftig wachsen.

Als einer der letzten Kommunen im Kreis Vechta arbeitet Gemeindedirektor Kordes mit seinen Mitarbeitern in gemieteten Räumen, dem früheren Vorwerk'schen Wohnhaus im Ortsmittelpunkt. Fragt man Leonard Kordes, der im früheren Wohnzimmer arbeitet, ob er denn wenigstens am fernen Horizont so etwas wie ein eigenens Rathaus sehe, dann stellt er mit Bedauern fest: "Wir haben jetzt kein Geld." Zur bevorstehenden Reform der Kreise und Gemeinden ist er nicht in Sorge: " Wir haben 4.800 Einwohner und liegen damit nach allem was man hört über der kritischen Grenze. So kann es sein, dass die Gemeinde eines Tages doch noch zu einem eigenen Rathaus kommt."

Leonard Kordes bei seiner Vereidigung als Gemeindedirektor im Jahre 1959. Bis zu seiner Pensionierung 1987 war er Gemeindedirektor der Gemeinde Bakum. (Foto Heinz Zurborg)


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"För de Katt" erhielt viel Beifall

Bakum vor 50 Jahren 13.01.1968, Quelle OV

Großen Anklang und viele Zuschauer fand das plattdeutsche Lustspiel „För den Katt“ von August Hinrichs, das die Spielschar der Bakumer Kolpingfamilie unter Leitung von Lehrer Otto Fraas bisher zweimal im Saale Beckmann aufführte.

 

Am kommenden Sonntag, 14. Jan. 1968 um 17 Uhr geht dieses Stück des bekannten Oldenburger Dichters zum letzten Mal über die Bühne.

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